2026 - MUT - INITIATION - BEHERZTHEIT
- 25. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Es gibt Jahre, die nur eine weitere Welle im großen Rhythmus sind – und Jahre, in denen etwas in der Tiefe sagt: Jetzt beginnt ein anderer Abschnitt. 2026 gehört für mich ganz klar zur zweiten Sorte. Es ist eine Schwellenzeit, kein „Wunschzettel-Jahr“. Mehrere große, langsame Kräfte im Hintergrund verschieben sich – und damit verschiebt sich auch unser inneres Koordinatensystem.
Eine neue Ära beginnt
Wir kommen aus einer langen Erdepoche, in der gebaut, verdichtet, abgesichert wurde: Straßen, Häuser, Institutionen, ganze Wirtschaftssysteme. Die Frage war: Was trägt? Was hält? Was ist „wirklich da“?
Mit einem langen Jupiter–Saturn-Zyklus hat eine Luftepoche begonnen. Luft steht für Kommunikation, Vernetzung, Technik, für alles, was nicht unbedingt schwer und sichtbar sein muss, um Wirkung zu haben. Informationen, Daten, Codes, Bilder. Es ist enorm, wie viel sich aus Beton und Stahl hinüber in Netzwerke, Serverräume und Drohnen verlagert hat - um nur einiges zu nennen.
Astrologisch sind wir nicht „fertig im Wassermannzeitalter“, sondern in einer Übergangszone, einem Vorgeschmack. Der eigentliche Wechsel der großen Weltzeitalter ist ein langsamer Prozess über viele Generationen. Wir sind eher das Frühlingserwachen nach einem langen Winter: Man ahnt, dass etwas Neues kommt, aber niemand kann sagen, wie genau der Sommer aussehen wird.
Transpersonale Kräfte im Zeichenwechsel
Was die Jahre 2025 und 2026 besonders macht: die transpersonalen Planeten Pluto, Neptun, Uranus – wechseln ihre Zeichen relativ von Wasser/Erde zu Luft/Feuer. Das sind wirklich mal "Neue Energien" - neue Signaturen sowohl des Massenbewusstseins, wie auch für unsere persönlichen Themen.
Pluto im Wassermann bringt die radikale Stirb-und-Werde-Kraft in das Feld von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, technologischer Entwicklung und Gruppendynamiken. Bestehende Systeme, digitale Räume, Gemeinschaftsformen werden auf ihre Wahrheit geprüft – und im Zweifel nicht sanft umgebaut, sondern tiefgreifend transformiert.
Neptun im Widder verbindet Einheitsbewusstsein mit Geburts- und Kampfenergie. Das kann im Außen wie „heiliger Krieg“ wirken, im Inneren aber als Initiation verstanden werden: der Punkt, an dem ich nicht mehr gegen mein eigenes Empfinden kämpfe, sondern mein Bewusstsein kläre und bündele. Widder sagt: „Ich bin da.“ Neptun sagt: „Alles ist verbunden.“ Zusammen ist das kein Kuschelkurs, sondern ein Ruf, den eigenen inneren Kompass sehr bewusst neu auszurichten.
Uranus in den Zwillingen zündet eine geistige Revolution. Denken wird schneller, brüchiger, experimenteller. Altes Wissen bekommt Risse, neue Ideen entstehen im Stakkato. Mit dieser Energie kann man sich im Informationsrausch verlieren – oder sehr klar erkennen, worauf man seinen eigenen Geist ausrichten will.
Zeit ist relativ – unser Platz in der Spirale
Zeit ist relativ – das wissen wir. Wenn wir die Entstehung des Universums betrachten und sagen: Wenn die Geschichte dieses Universums ein Buch mit tausend Seiten ist, dann erscheint die Menschheit auf Seite 1000 ganz unten.
Vorher: Urknall, Licht, Sterne, Pulsare, Galaxien. Millionen, Milliarden, Billionen Jahre von Werden und Vergehen, Eiszeiten und Ozeanen, Vulkanausbrüchen und Dunkelphasen. Dann erst Leben im Wasser, später körperliches Leben der Tiere und Menschen.
Unser heutiger Zustand ist eine sehr junge Schicht auf einer sehr alten Spirale. Das mitzudenken lohnt sich, wenn wir innerlich glauben, „alles“ müsse jetzt sofort gelöst werden – oder wenn wir verzweifeln, weil diese Zeit sich so groß und überwältigend anfühlt. Wir sind nicht allein die Hauptfigur des Buches, wir sind ein sehr spezielles Kapitel.
Mut, Initiation, Beherztheit
Mit dem Barbault Basket gehen wir als Menschheit gemeinsam in 2026 über einer Schwelle, in ein Terrain, das laut, wild und energisch daherkommt.
Mut heißt in dieser Zeit: wirklich hinzuschauen. Nicht alles, immer und dauernd, aber bewusst wählen, wo ich präsent sein will – statt mich vollständig zu betäuben oder in eine synthetische „Es wird schon“-Blase zu flüchten.
Initiation heißt: mein eigenes Bewusstsein auf den Punkt zu bringen. Mir einzugestehen, dass ich mitten im Prozess bin – und dass es einen Unterschied macht, ob ich mich innerlich beteilige oder nur „konsumiere“, was diese Zeit mit mir macht.
Beherztheit heißt: ein Herz zu behalten, das offen bleibt, während ich klarer werde. Rückgrat zu entwickeln, ohne zu verhärten. Nein sagen zu können, ohne zu verrohen. Ja sagen zu können, ohne mich zu verlieren.
Astrologie liefert uns keine fertige Antworten. Sie zeigt eher: Es ist kein Zufall, dass es sich gerade so anfühlt. Es ist auch kein persönliches Versagen, wenn wir uns manchmal klein oder überfordert erleben inmitten dieser tektonischen Verschiebungen. Es ist unser Geburtsrecht, Teil dieser Schwellenzeit zu sein. Die Frage ist, wie viel Mut, wie viel Initiation, wie viel Beherztheit wir bereit sind in unseren Alltag zu übersetzen – nicht als Ideal, sondern Schritt für Schritt, Tag für Tag
Mit kosmischen Grüßen 🖖✨💫
Nicole Schwanenberg siehe dazu meinen Jahresvortrag über zoom: https://youtu.be/Hr8-y9NFegk?si=-tCllYZJi4MRCrXx






Kommentare