Aktuelle Zeitqualität – Sommersonnenwende 2021


Die Sonnenwenden sind im astrologischen Jahreszyklus Wendepunkte. Ebenso stehen wir jetzt am Wendepunkt, beginnt für uns eine neue Jahreszeit. Ein Jahr zeigt viele astrologische Themen auf – und nun gestalten wir diese ganzjähigen Themen durch einen neuen Zugang, eine neue Entwicklung, eine Vertiefung. Dabei ist die Sonne unser „Brennglas“ für unser Selbst. 2021 wird nun in diesem Prozess „beleuchtet“ durch die Zeichen Krebs, Löwe, Jungfrau.

Das Jahr 2021 ist eh eins in der Zwischenzeit. Wo stehen wir also zwischenzeitlich? Zeit für einen Checkup, für eine Bestandsaufnahme. Zeit für eine persönliche Zwischenbilanz. Wie wandlungsbereit und –fähig bin ich?


Mit der Jahrtausend Konjunktion der drei Langsamläufer Jupiter, Saturn und Pluto im Steinbock 2020 wurde ein Zeiten verändernder Impuls gesetzt für etwas radikal Neues – und damit grundlegend das Ende einer sterbenden Ära eingeläutet. Und wir haben mitnichten einen Wimpernschlag an Zeit bis jetzt gehabt, dieses Neue zu gestalten. Wir fangen gerade an.


Zeitgleich mit dem Lauf von Saturn in Wassermann (März 2020 bis März 2023) wurden unsere Kontakte (= Wassermann) massiv eingeschränkt (= Saturn), wurden die Grundprinzipien des Wassermann (= Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) dem ultimativen Härtetest (= Saturn) unterworfen. Eine erschütternde Reifeprüfung für die Menschheit weist uns unsere Grenzen auf. Eine Zäsur der Evolution. Wir haben keine Lösung und sind doch Teil davon.


Wie zu erwarten, begann mit Jupiter in den Fischen (seit Mitte Mai) ein großes Aufatmen. Alles scheint (Fische) wieder möglich (Jupiter) zu sein/zu werden. Lassen wir uns überraschen, wie das Zeitgeschehen den nun rückläufig werdenden Gasriesen spiegelt. Lassen wir uns überraschen, wenn Jupiter dann wieder zurück in den Wassermann eintritt, um uns dort ab August bis Ende des Jahres weiteres über unsere an Einfluss gewinnende virtuelle, abstraktere Welt zu lehren.


Jupiter in Fische ist ein Versprechen einer schönen Zukunft, in der Träume wahr werden. Allerdings wird das natürlich massiv durchkreuzt durch den wohl lautesten astrologischen Aspekt des Jahres 2021 – das Quadrat von Uranus und Saturn. Es ist das ganze Jahr über wirksam, mit 3 Wellen, eine im Februar, eine im JUNI! und die letzte dann im Dezember. In der zweiten jetzigen Welle ist Saturn rückläufig. Auch hier: Zeit einer persönlichen Bilanzierung. Was aus meiner Vergangenheit begrenzt die Zukunft, die ich träume zu kreieren?


Mit Saturn im Wassermann lehrt uns das Leben, in einem größeren sozialen Kontext zu denken – und entsprechend zu handeln. Wir werden gelehrt, immer wieder über den eigenen narzisstischen Schatten zu springen, unseren persönlichen Standpunkt immer wieder zu überprüfen. Wie wandlungsbereit sind wir? Machen uns die Ereignisse viel Angst (auch unbewusst), dann kristallisiert sich unser Standpunkt zu einer starren Struktur, die uns in etwas verharren lässt, was durch das Alte entstanden ist. Das führt zu Erschöpfung.


Die Ereignisse lehren uns ein neues Bewusstsein – und Saturn lehrt uns, wie schwer es ist, den sicheren Rahmen unserer Meinung, unseres Weltbildes und Selbstbildes zu aufzubrechen. Die Ereignisse lehren uns ein stärkeres Selbstbewusstsein. Eines, das die Welt und ihre vielen schwer verständlichen Erscheinungen „liebt“ wie sich selbst und somit zu einem solideren Selbstbewusstsein erwächst, fest verankert auf einem Fundament der Liebe (Oppositionszeichen Löwe).



Was ist das Neue, was kreiert werden will? Welche Vision für welche Zukunft will entstehen? Welche Lösung für mein Leben und meine Freiheit strebe ich an? Eine Gesamtlösung ist für unsere Wahrnehmung verschlossen, vielmehr fordert jeder Tag den nächsten Schritt dahin. Vielmehr fordert jeder Tag einen neues Denken, dass ein größeres Denken als vorher war. Humaner, sozialer, umfassender, gruppenbewusster, schwesterlicher, brüderlicher. Alle Standpunkte der Welt entspringen der einen gleichen Quelle. Das ist der evolutionäre Sprung, auf den so viele gewartet haben, der soviel prophezeit und gehypte wurde. Nur das kein Erlöser in Sicht ist – außer unser kleines, hilfloses, unwissendes Selbst. Inzwischen all den anderen, inzwischen all dem ganzen Chaos und den Beschränkungen.


Mit der ersten Welle war es die Freiheit, die beschränkt wurde. Mit der zweiten Welle (dem zweiten jetzigen Quadrat von Saturn und Uranus) scheint die Gleichheit des utopistischen Wassermann-Trios ad absurdum geführt zu werden. Nur die 3 G , die geimpften, genesenen, getesteten – „die anderen nicht“ wird zum gesellschaftlichen Credo (Saturn). Und der Spalt in der Gesellschaft, derer, die das für vernünftig halten und daher befürworten und derer, die das für einen zu tiefen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte halten (Saturn & Jupiter in Wassermann) und daher ablehnen wird tiefer.


Welches höhere, konzeptuelle, soziale Denken setze ich dem entgegen? Wenn ICH die anderen Standpunkte nicht als GLEICHwertig betrachten kann, wie will ich dann GLEICHheit in der Welt erwarten?!


Der Mensch ist eine Welt im Kleinen.


Mit diesem Quadrat müssen wir unser Lebenslenkrad in die Hand nehmen. Vergangenheit oder Zukunft lenken beide! Gegeneinander oder Miteinander? Aufbauend auf der Weisheit unseres bereits gelebten Lebens – oder den Enttäuschungen daraus? Mutig getrieben aus einer positiven Zukunftsversion für mich und Welt – oder resigniert eine düsteren Perspektive erahnend?


Wer hat das Lenkrad fester im Griff?


Uranus erfordert dringend von uns und der Welt neue Ansätze. Aber so vielversprechend unsere/die utopistischen Theorien auch sein mögen – Saturn antwortet gnadenlos mit den Tatsachen, fordert Fakten, setzt Grenzen, hält die alten Strukturen dagegen. Letztlich wird die Zukunft durchbrechen, wie sie es immer tut. Nutzen wir also diese Zwischenzeit – auch in 2022 noch! – und reifen an den Widrigkeiten.


Zwischenzeitlich macht Chiron ein heilendes Sextil zu Saturn, ebenfalls das ganze Jahr, ebenfalls in 3 Wellen, ebenfalls jetzt in der zweiten. Wir lernen dabei, uns selbst mehr zu vertrauen und unabhängiger zu werden – sowohl von der Meinung anderer wie von unserer eigenen.


Zwischenzeitlich findet durch das langjährige Quadrat von Pluto und Eris eine weiter Krise in unserem Bewusstsein statt – deutlich sichtbar durch den vielen Streit, die Zwietracht und das Chaos in der Welt und Gesellschaft. Die Zeiten für die Ausgestoßenen, für die Vergessenen, für die die keine Stimme haben werden härter. Gleichzeitig wird aber auch deren Möglichkeiten, sich zu wehren stärker. "Die große Partie ist vorbei" ... Auch dieser Aspekt gewinnt jetzt im Sommer wieder an Schubkraft. Korruption, Machtmissbrauch, Manipulation etc. unterliegen keinem moralischem Gewissen, liefern uns ein nächsten dramatisches Schauspiel und könnten die eine oder andere empfindliche Person aus Politik und Gesellschaft wegfegen. Auch hier hilft uns das höhere Denken, die Langzeitperspektive, auf das aus den Ereignissen entstehende neue Massenbewusstsein zu vertrauen – und nicht als Reaktion eine uns einengende, bewertende Meinung zu bilden (die wiederum ja auf dem Alten fußt, und uns also in die vergangene Richtung lenkt).


Können wir angesichts von massiver Ungerechtigkeit in einem Zustand innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit bleiben? Wagen wir es, zu tiefstem Unrecht ins Auge zu schauen, ohne nachtragend, verbittert, rachsüchtig bis gewalttätig zu werden? Braucht es darüber hinaus aber vielleicht auch eine klare Kante, uns bekennen zu müssen? Braucht es von uns einen radikalen Schnitt/Schritt?


Lassen wir uns von einer feindseligen Atmosphäre um uns herum abhalten, ein leuchtendes Vorbild einer neuen Welt zu sein? Leben wir die Veränderung selbst, die wir in der Welt sehen wollen?


Den Fokus zu halten bei all den Themen, die uns selber bewegen und die Welt und unser Bewusstsein weiter auseinander reißen, erscheint wie Bogenschießen auf hoher See. Der Mittelpunkt unserer Zielscheibe sollte dabei eine kreative Neugierde sein. Der Mondknoten in Zwillinge weist uns zwar unsere evolutionäre Richtung aber mit einem Quadrat zu Neptun im Gepäck verschwindet der Zielpunkt immer wieder vor dem eigenen Auge. Also los, nächster Versuch ... mir eine Meinung zu bilden. Das, an was ich geglaubt habe, stimmt nicht mehr. Das was ich zu wissen glaube, zerfließt mir im Gehirnliquid. Fragen zu stellen und keine Antworten erwarten oder sie gar schon zu kennen – das ist ein gute Ausrichtung. Erkunde das Leben an wohl einem der dramatischsten Wendepunkte unserer Lebenszeit – und du mittendrin. Allein das gehört gefeiert. Sei offen und neugierig dem absurdesten Standpunkt eines anderen Menschen, dem absurdesten Weltgeschehen gegenüber mit der Haltung: „Aha, interessant“. Darum geht es. Das schafft eine (kollektive) Veränderung, dessen Ausmaß wir nur punktuell erahnen können. Um diesen Punkt zu halten, sei leicht wie ein Schmetterling oder vielleicht in diesem Falle besser ein fliegender Fisch, der eben hochflexibel auftaucht und abtaucht.


Mit dem noch rückläufigen Merkur (bis 23. Juni) wird genau das unterstützt.


Und Unterstützung kommt auch durch die Schnellläufer, die allesamt nacheinander das kreative feurige Löwezeichen durchlaufen.


Durch Löwe läuft

Mars (11. Juni bis 29. Juli)

Venus (27. Juni bis 21. Juli)

Sonne (22. Juli bis 22. August)

Merkur (28. Juli bis 11. August)


Mars und Venus laufen im Juli dicht an dicht, mit einer Konjunktion am 13. Juli. Ein guter Sommer, um dem persönlichen Vergnügen under der Kreativität viel Raum zu geben! Dabei entsteht immer kurz vorher eine Opposition zu Pluto und während dessen eine Opposition zu Saturn und ein Quadrat zu Uranus und eine Jodfigur zum Pluto-Sextil-Neptun.

Die persönlichen Planeten (und damit unsere Persönlichkeit) werden bestens getriggert durch die transpersonalen Planeten (und damit die kollektive Anforderung an unsere persönliche Entwicklung). Unsere Selbstkontrolle darf ihre Fixierungen loslassen, Hingabe üben. Wir dürfen uns unseren Widerstand bewusst machen und die nächsten inneren und äußeren Schritte für unsere eigene tiefe strukturelle Veränderung angehen. Einerseits werden wir gelehrt, alle Identitäten loszulassen - schließlich das Ziel von Meditation. Aber dafür braucht es eben auch dieses starke Selbstbewusstsein ❤️

Welche andere Möglichkeit haben wir, als uns diesem schwer verständlichen kollektiven Prozess mit all seinem Schatten radikal hinzugeben? Das ist das erwachende Bewusstsein, was nur jenseits unserer Vorstellungen sein kann, was alles was geschieht mit einschließt / einschließen muss. Das ist der evolutionäre Schritt von Hoffnung (Neptun) zu Wahrheit (Pluto).


Der Sommer beschenkt unsere Persönlichkeit in den Bereichen Willenskraft, Selbstwert, Selbstbewusstsein und Kommunikation zwar gestärkt und beschenkt, während sie sich durch den kollektiven und gesellschaftlichen weiterhin aufgeregten Prozess in einer gefühlt erzwungen Wandlungsphase befindet.


»Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.« (Charles Darwin)


Mit galaktischen und herzlichen Grüßen 🖖

Nicole

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Vielen Dank für die Wertschätzung meiner Arbeit!

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