Pluto in Steinbock / Quadrat Uranus in Widder

 

Pluto             treibt Lebensprozesse und Sterbensprozesse an
Steinbock     Strukturen, Hierarchien, Autoritäten (Regierungen)
Schuld und Schulden

 

Uranus        Fortschritt, Revolution, Aufbruch, Grenzen sprengen
Widder        Aktion, Geburt, Absicht (Geburt = egoistisch)

 

Mit Pluto in Steinbock trifft der Gott der Unterwelt den Gott der Zeit (Saturn = Chronos, ist Herrscher von Steinbock). Viel Verdrängtes wird ans Licht kommen. Beide Planeten haben mit Tod und Sterben zu tun. Wir sind vorallem Zeitzeuge, daß ein altes Zeitalter stirbt, während ein neues geboren wird. Und wie Sterben und Gebären nun mal sind: beides ist mit Festhalten, Loslassen, Schmerz und Wehen verbunden.  Hierüber drückt sich der „Kampf auf der Schwelle“ aus.

Pluto steht für jene tiefen Kräfte in der kollektiven Psyche, die im Untergrund arbeiten, verborgen aber radikal, und dabei immer wieder dafür sorgen, daß das Alte, Veraltete und Überholte niedergerissen und dann erneuert wird.

Mit Pluto im strukturgebenden Erdzeichen Steinbock ist die Zeit reif dafür, die verbindlichen Strukturen zu verändern, auf denen die Gesetze und der Zusammenhalt in unserer Welt aufbauen. Besonders die tragenden gesellschaftlichen Strukturen sind einem großen Veränderungsdruck ausgesetzt. Konsequenzen der Globalsierung, der Macht und Ohnmacht durch das Internet, der bedrohten Ökologie unseres Planeten, des Scheiterns von Politik und Wirtschaft, die mit den Altlasten kämpfende Atomindustrie etc. werden sichtbarer und fordern entsprechende Aufmerksamkeit.

Etablierte Strukturen brechen zusammen: ökonomisch, ökologisch, gesellschaftlich, physhikalisch, wissenschaftlich, sozial, gesundheitlich und persönlich. Etwas muß erst weichen, damit etwas Neues Raum findet.

Dem Veränderungsdrang entgegen wirkt der Steinbock wie eine Bremse. Wir kämpfen mit den Dämonen und Geistern der Vergangenheit, unseren Bindungen an die Ahnen, an Karma oder die Idee des Karma. Unsere Bindung an die Idee der Schuld. Unsere Vergangenheit bremst uns und fordert ebenso unsere Aufmerksamkeit.

Wenn unsere Lebenskonzepte derart auseinanderbrechen und der Veränderungsdruck zu stark wird, folgt erstmal das Erstarken alter Werte. Wir besinnen uns auf das, was uns in der Vergangenheit getragen hat und versuchen den Status quo aufrechtzuerhalten (siehe das Maß an Veränderungen, die in der Finanzpolitik bis jetzt durchgesetzt wurden).

Nach und nach (das kann Jahre dauern, Pluto ist im Steinbock bis 2024!) werden wir aber feststellen, daß das Alte nicht mehr funktioniert. Uns fehlen einerseits die Ressourcen und andererseits ist der Drang nach Veränderung einfach zu stark (Uranus). Erst dann folgt das radikale Umdenken und dann der so „not“-wendige Richtungswechsel bzw. Paradigmawechsel.

Das findet ständig in unserem kleinen Leben und im großen kollektiven Leben statt. Was spiegeln mir die gesellschaftlichen Prozesse?!

Lassen wir den Drang zur Transformation nicht zu – und nehmen uns bewusst keine Zeit dafür -, sprengt Pluto schließlich die Form. Was lebendig ist (im Kern wahr), wird gestärkt. Was aufrechterhalten wird aus Sicherheit und Gewohnheit, wird zerstört.

Je tiefer wir uns unseren Abgründen stellen umso höher kann das zum Ausdruck kommen, was wir im Höchsten sind. Das Blei des irdischen Lebens kann zu Gold des geistigen ewigen Lebens werden – wenn wir die Fixierung auf die Form loslassen. Es bleibt ein Geheimnis, wann diese Alchemie für wen stattfindet. Wir scheinen keinen Einfluß darauf zu haben, wann das Dunkle in uns geheilt (nicht weg) ist. Wann, wodurch die dunklen Mächte in uns in den Bann geschlagen werden, liegt außerhalb unserer Kontrolle. Uns bleibt nur die Mühe, Beharrlichkeit und Konsequenz, uns wieder und wieder für das Licht zu entscheiden und damit unser Dunkles zu berühren, um schließlich zu erkennen, was nur der Welt der Form angehört und was wirklich darüber hinausgeht.

 

Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.
    Hierin liegt der Frieden Gottes.                            Ein Kurs in Wundern

 

Im Steinbock begegnen wir der Gesetzmäßigkeit der Materie. Ist unser Raum-Zeit-Kontinuum so (so stabil), wie wir das denken? Unsere Sichtweisen werden ebenso altertümlich sein, wie es einst die Vorstellung war, daß die Erde eine Scheibe ist und Sonne und Mond bei Finsternissen von einem Drachen gefressen werden. Uranus in Widder kreiert soviel Neues, daß wir tatsächlich mit einer Phase des Fortschritts rechnen können.

Ab April bis Ende des Jahres beginnt sich ein Quadrat zwischen Uranus im Widder und Pluto im Steinbock (bis 2018) aufzubauen. Dieser Aspekt fordert dann Zukunft ein (Uranus) und viele wichtige Entscheidungen werden erzwungen werden (Pluto).

Dieses Quadrat wird sieben Mal exakt sein (in den Jahren 2012-2015). Wir erleben also 2011 die Vorboten davon und die Nachwehen wirken dann bis 2018. In den Jahren 1929-1935 gab es 5 exakte Quadrate zwischen beiden Planeten und in den Jahren 1962-1967 3 exakte Konjunktionen. Dies zeigt, wie groß die Sprengkraft aber auch die Wandlungskraft dieser mächtigen Kräfte ist.

Die Notwendigkeit für grundlegende Strukturveränderungen scheint überall sichtbar – in uns und außerhalb von uns. Die angespannten planetarischen Zyklen drängen uns dazu, Wachstum und Fortschritt zuzulassen und Altes gehen zu lassen. Dieser Prozess ist so tiefgehend, daß wir oft mit Ratlosigkeit, Unsicherheit, Überforderung und Erschöpfung angesichts der scheinbar unlösbaren Aufgaben reagieren. Diese Reaktionsmuster sind an unser altes Glaubenskonzept der Trennung gebunden.

Diese Zeit – diese Konstellatione – bietet die einzigartige Chance zu einer kraftvollen Veränderung – in uns und außerhalb von uns. Dies zuzulassen läßt Freude, Hoffnung, Verbundenheit und Tiefe entstehen.

Januar 2011

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