Pluto in Steinbock (2008-2024)

Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wenn nicht wir, wer sonst?

Als langsamlaufender Planet hat Pluto einen enormen Einfluss auf Veränderungen im Kollektiv. Sein Durchlauf durch das kardinale Erdzeichen Steinbock wird einen grundlegenden Wertewandel zur Folge haben und die Kombination dieser beiden sehr komplexen Qualitäten wird die Entwicklung des Zeitgeistes entscheidend begleiten. Alle Vorhersagen sind spekulativ und richten sich an der Einschätzung des Standortes, wo sich der Mensch im Persönlichen und die Menschheit als Ganzes befindet. Der letzte Durchlauf von Pluto durch den Steinbock fand vor 248 Jahren statt – niemand kann sich also erinnern. Pluto wurde zudem erst vor 78 Jahren entdeckt.

Astrologie gilt als Erfahrungswissenschaft. Kein Astrologe hat Erfahrungen zu dieser Konstellation. Wir können zwar einen Blick in die Geschichte zurückwerfen und damalige Ereignisse in das heutige Zeitgeschehen übertragen. Allgemein sind aber Entwicklungen viel radikaler, als was wir uns zu einem bestimmten Zeitpunkt vorstellen können.

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Plutos Zyklen haben einen Einfluss auf Individuen, Familien, Nationen, Volksgruppen, Rassen und die Menschheit als Ganzes. Jedes dieser Systeme reagiert anders und doch gibt es verbindende Elemente.

Als winziger Zwergplanet mit durchschlagender Wirkung schafft Pluto Extreme. Auch was die Deutungen angeht über seinen Durchlauf durch Steinbock. Von finsteren Vernichtungsängsten und düsteren Weltuntergangsszenarien über Massenerleuchtung und die Rückkehr des Welterlösers ist eigentlich alles dabei.

Der Zeitgeist selbst fordert das heraus, was wir mit Pluto im strukturgebenden Zeichen Steinbock erwarten können: eine radikale Wandlung der gesellschaftlichen Ordnung und der machthabenden Hierarchien. Sowie ein grundlegendes Infragestellen der Wahrhaftigkeit der Gesetze, die uns hier in Raum und Zeit Sicherheit geben.

 

Die gelebte oder nicht gelebte individuelle Verantwortung des einzelnen Menschen und die daraus resultierenden Konsequenzen werden in diesen nächsten Jahren entscheidend zur Veränderung des bestehenden Status quo beitragen.

Bei Plutos Zyklen müssen wir in die Unterwelt hinab. Welchem Schatten begegnen wir im Steinbock und der sicher genauso entscheidenden Kraft des Oppositionszeichens Krebs? Durch die Erfahrungen von Pluto und dem von Saturn regiertem Zeichen Steinbock lässt sich erahnen, dass das keine Urlaubsreise wird. Aber gerade Steinbock lehrt uns, wie schön es sein kann, an Schwierigkeiten zu wachsen und zu reifen.

 

Der Tierkreis spiegelt den evolutionären Zyklus des Lebens. Pluto selbst steht für die evolutionäre Kraft, die immer das zerstört, was die Wahrheit stört. Pluto ist Zerstörer und Erschaffer. Der Zyklus von Pluto in Steinbock baut auf dem auf, was bisher geschah. Der vorherige Schritt – mit Pluto im visionären und idealistischen Schütze von 1995 bis 2008 – zeigte Schatten und Licht des Schützezeichens auf. So wird der nächste Schritt auch wieder die Polarität in beiden Richtungen ausdrücken.

Mit Pluto in Steinbock heißt das: Willkommen in der Realität! Wir müssen Bilanz ziehen. Was wurde erreicht? Was sind die Folgen der Ausschweifungen, Horizonterweiterungen und Erkenntnisse, die wir im Schütze angesammelt haben? Die gewonnenen Freiheiten sind nicht nur bereichernd. Nicht, das wir das nicht schon wüssten (das zum Beispiel die Ressourcen des Planeten nicht ewig halten). Aber mit Pluto im Steinbock ist nun der Zeitpunkt gekommen, wo diese Themen mit der Intensität von Pluto und der Strenge von Steinbock so einige begrenzenden Erfahrungen bescheren werden. Es ist Zeit, den Gürtel enger zu schnallen. Es wird seine Zeit dauern, bis entstandene Strukturen neue Formen finden. Das kann bei Pluto sehr subtil sein, aber auch radikal explodieren.

Das Wachstumsprinzip des Schützen: „höher, schneller, besser, weiter“ trifft auf nicht mehr zu verdrängende Grenzen. Was mit der letzten angespannten Konstellation von Pluto und Saturn symbolisch durch das Einstürzen der Zwillingstürme schon deutlich wurde. Die Frage nach Verantwortung, nach Integrität und Kompetenz wird stärker. Ein notwendiger Richtungswechsel von Quantität zu Qualität.

 

Die bewahrende, strukturierende und konservative Steinbockkraft erschafft in mühsamer Arbeit immer wieder die Trennung von dem, was wir in Wahrheit sind. Und strebt doch gleichzeitig danach, diese Wahrheit zu realisieren. Auch Pluto schafft diesen Gegenpol: einerseits fixieren wir uns auf das, was wir kennen, was uns Sicherheit gibt; andererseits ist es die drängende Kraft von Pluto, die uns zu Veränderung zwingt, wenn kein Wachstum mehr in alten Mustern steckt. Die Verbindung dieser beiden Kräfte lässt eine enormes Maß an Veränderung zu. Die kollektive Psyche ist „nur“ die Summe von uns allen. Das was jeder einzelne bereit ist, „sterben“ zu lassen, das was jeder einzelne bereit ist, an Veränderung zuzulassen schafft kreatives Potential fürs Gesamte.

 

Die Eigenverantwortung jedes einzelnen für das Schicksal unseres Planeten bekommt eine neue Dimension.

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